Jugendmusik Köniz

 

Geschichte der Trommel

Manche Leute behaupten, es sei das älteste Instrument der Welt! Vor langer Zeit wurde die Trommel benutzt um einander Signale über grosse Distanzen zuzusenden! In vielen Regionen der Welt (z.B. Afrika) wird die sogenannte Signaltrommel noch heute dafür benutzt! Ausserdem wurde die Trommel für kulturelle Anlässe benutzt - meist von Frauen geschlagen! Aus der frühen Trommel sind bis heute viele Fell- und Schlaginstrumente entstanden.

In jüngerer Zeit wurde die Trommel vor allem durch das Militär bekannt. Die Ordonnanz-Märsche sowie andere Signal-Märsche (Fahnenmarsch, Trauermarsch) sind entstanden - dies vor allem auch wieder zu Signalzwecken. Mit der Zeit bemerkte man, dass auch modernere Kompositionen, mehrstimmige Stücke, Rhythmuskompositionen sowie Show-Stücke möglich sind! Dies machte, und macht bis heute, das Trommeln immer populärer! Die Trommelkultur der Schweiz ist entstanden. Heute gibt es Wettspiele, an denen sich einzelne Tambouren, Gruppen oder ganze Sektionen miteinander messen. Der Rhythmus und das Showtrommeln finden bei vielen Zuhörern grossen Anklang! Schon bald gab es Anlässe, welche sich nur dem Trommeln widmen - z.B. das Trommelfestival Köniz (siehe www.trommelfestivalkoeniz.ch).

Funktionsweise der Trommel

Die Trommel ist ein Schlaginstrument bei dem über eine meist zylindrische Zarge (Als Zarge oder Zargenteile bezeichnet man bei diversen Musikinstrumenten die Seitenwand) aus Holz oder Metall an einer oder beiden Öffnungen ein (Tier)fell gespannt ist, und auf dem mit Trommelstöcken oder Händen ein Ton erzeugt wird. Die Höhe des Tons hängt von der Stärke der Fellspannung ab, ähnlich einer Geigensaite, Je stärker die Spannung, desto höher der Ton. Bei manchen Trommeln lässt sich die Tonhöhe exakt kontrollieren (z. B. Pauken im Sinfonieorchester mit Fusspedal), bei anderen Trommel (z.B. die Baslertrommel) ist die Tonhöhe zwar auch mehr oder weniger festgelegt (sehr tief, tief, mittel, hoch usw.), kann aber nicht exakt kontrolliert werden.

Die Trommel besitzt zwei Felle: ein Schlagfell und ein Saitenfell. Wie es der Name schon sagt, wird auf das Schlagfell geschlagen. Das Saitenfell besitzt unterhalb des Fells verschiedene Metall- oder Tiersaiten, welche der Trommel den "schnarrenden" Effekt gibt. Die Saiten vibrieren bei jedem Schlag mit.

Trommeln bei der JMK

Da wir im Trommeln nicht verschiedene Töne kennen, arbeiten wir vor allem mit dem Rhythmus, der Taktart (2/4 Takt, 6/8 Takt, 7/8 Takt usw) sowie der Dynamik. Das dynamische Spektrum reicht von pianissimo (sehr leise), piano (leise), über mezzoforte (mittellaut) zu forte (laut) bis zu fortissimo (sehr laut). Es ist ein weit verbreiteter Irrtum zu glauben, die Trommel sei immer sehr laut! Leise zu spielen ist viel schwieriger! Wer dies nicht glaubt, darf es gerne selber probieren... oder sich selber an einem unserer Konzerte überzeugen!

Sehr schwierig gestaltet sich das Zusammenspiel. Das Trommelspiel tönt nur gut, wenn alle dasselbe zu derselben Zeit spielen. Ansonsten entsteht ein Durcheinander - es entsteht Lärm. Die Trommel kennt verschiedene Grundlagen, welche beherrscht werden müssen, bevor ein Stück gespielt werden kann. Als eine der wichtigsten und auch bekanntesten Grundlagen ist sicherlich der Wirbel - dabei werden je zwei Schläge abwechselnd mit der rechten danach mit der linken Hand geschlagen. Dazu kommen verschiedene Variationen - ein Schlag rechts und links abwechselnd, ein Schlag links zwei Schläge rechts usw. Wer hier nähere Informationen möchte, sollte an einer unserer Proben vorbeischauen. Zusätzlich zu den Ordonanz-Grundlagen kommen mit fortschreitender Kenntnis die Basler-Grundlagen. Dies sind meistens rhythmisch sehr schwierige Grundlagen, welche erst bei Fortgeschrittenen eingeübt werden.

Für die Tambourengruppe der JMK ist es wichtig, das traditionelle Trommeln zu bewahren. Es gehören jedoch auch moderne Kompositionen, Rhythmusstücke und Showeinlagen ins Repertoire. Mehr zum Repertoire der Tambourengruppe und zu Hörproben unter Repertoire.